Die Geschichte des Schlosses Načeradec

Drei Jahrhunderte der Stille, der Geschichten und der Neuanfänge

Die Geschichte des Schlosses Načeradec

Das Schloss Načeradec wurde 1734 von Franz Joseph von Starhemberg, einem Angehörigen einer der bedeutendsten Adelsfamilien Österreichs, errichten lassen. Der neobarocke Sitz wurde zu einem Symbol für Erhabenheit und Ruhe – und diese Ausstrahlung hat er bis heute bewahrt.

 

Im Laufe von fast drei Jahrhunderten wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer. Im Jahr 1925 öffnete es seine Tore unter der Schirmherrschaft der „Družina válečných poškodenců“ (Vereinigung der Kriegsversehrten), die hier ein Kinderheim einrichtete. Später diente das Schloss als Internat und bis in die 1970er Jahre als Erziehungsanstalt. Seine Mauern haben Freude und Trauer erlebt, den Lärm kindlicher Schritte und lange Jahre der Stille.

 

Zum Anwesen gehören auch ein 250 Jahre alter Keller, in dem die Zeit aus jedem Stein atmet, und ein weitläufiger englischer Park mit majestätischen Bäumen, die ganze Generationen überdauert haben. Einst gehörte zum Schloss auch eine Gärtnerei, die noch immer an den Park angrenzt und dem Ort einen Hauch der früheren Pflege der Schönheit verleiht.

 

Seit Ende 2019 befindet sich das Schloss wieder in den Händen derer, denen es am Herzen liegt – einer privaten Familie, deren Wurzeln teilweise in die Region um Načeradek reichen. Ihr Ziel ist nicht nur die behutsame Restaurierung des Schlossgeländes, sondern auch die Wiederbelebung des kulturellen Erbes und die Rückkehr des Lebens dorthin, wo es fast verloren gegangen war.